GESAMMELTE BESPRECHUNGEN

BESPRECHUNGEN (EINE AUSWAHL)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

"Lieber tot als Sklave/ Die letzte Fahrt des Amrumer Kapitäns Hark Nickelsen, Wellhöfer Verlag, Mannheim. Der General-Anzeiger schrieb u.a. am 28.06.2017: ..."Weinbörner erzählt einfühlsam, empathisch und detailgenau vom Leben des nordfriesischen Seemanns." ... "Brilliant versteht es Weinbörner, den Lesern die vergangene Zeit mit immer wieder menschelnden Szenen nahezubringen." ..."Dabei ist der Roman nicht moralisierend, sondern äußerst spannend zu lesen. Und er zeigt, dass aufrechtes Handeln in jeder Epoche möglich ist."... Diese Kritik und auch zahlreiche Resonanzen von Lesern/innen, die eingegangen sind, machen mich stolz und auch dankbar. Vielen Dank für die Begeisterung und Unterstützung!

Ein Leser vermerkte bei Amazon als fünf Sterne Leseempfehlung:

Es ist nicht der erste historische Roman des Autors. Ich kenne bereits das Buch "Der General des Bey", welches mir ebenfalls gut gefallen hat, da es einen geschichtlichen Bezug zu einem ehemaligen Bewohner der Nordseeinsel Amrum hat, den es wirklich gab und dessen wendungsreiches Leben in einer Mischung aus Tatsachen und Fiktion beschrieben wird. Etwas, was ich immer wieder spannend finde und gerne lese.
Ähnlich ist es bei
diesem Buch, denn auch hier geht es wieder um einen ehemaligen Bewohner der Insel Amrum und die von ihm erlebten Abenteuer. Das Buch verbindet das Leben eines Amrumer Kapitäns mit dem Sklavenhandel der dänischen Krone und beschreibt sehr eindringlich das persönliche Mühsal und Leid, welches er auf seiner letzten Reise als Kapitän eines dänischen Sklavenschiffes zu erdulden hat.
Das Buch ist umfassend recherchiert, spannend geschrieben und behandelt ein Kapitel der Geschichte, welches den meisten Lesern gar nicht bekannt sein dürfte, nämlich den Sklavenhandel des dänischen Königreiches im 18. Jahrhundert mit seinen Überseekolonien und dies mit der Unterstüt
zung von deutschen Kapitänen, Offizieren und Seemännern im Dienste der dänischen Krone.
Wer sich bei der Vielzahl der historischen Romane zur Abwechslung gerne mal einem anderen Themenbereich zuwenden möchte, der hat mit diesem Buch eine wirklich gute Wahl getroffen.
Viel Spaß und Spannung beim Lesen.

* Der Spiekerooger Inselbote vermerkte am 16. September 2017 im Rahmen der Ankündigung der Veranstaltungen auf Spiekeroog und in Norden (Mitte-Ende September):

"(...) Der neue Roman von Udo Weinbörner ist spannend wie noch nie und geht unter die Haut. (...) Das Buch ist nicht nur ein packender Roman, sondern auch ein Plädoyer für einen aufrechten Gang auf schwankenden Schiffsplanken. (...)"

 

 

Udo Weinbörners Gedichte vermitteln neuen Spaß an deutschsprachiger Lyrik. Das im Universitätsverlag Brockmeyer erschienene delikate Buch mit dem lockenden Titel „Zart will ich dich berühren“ tut das wirklich. Es ist deshalb und auch wegen seiner kleinen, signierten und numerierten Auflage ein Geheimtip und Liebhaberstück für Lyrik-Freunde. In Kapitel mit Liebesgedichten, Zeitgedichten, Gedichte über den Glauben an Gott und Heimatgedichten über Plettenberg zusammengefaßt, verschafft Udo Weinbörner dem Leser Mal um Mal Genuß an seiner delikaten Sprache und Vergnügen an seinen Gedankenflügen. Die Gedichte binden sich nicht zwangsläufig an Reim und Versmaß, wiewohl Weinbörner dessen durchaus mächtig ist. Zusammen mit schwarz/weißen, überwiegend analog aufgenommenen Fotografien des Werler Fotografen Gerhard Notzem bilden die sehr persönlichen Texte und die zugeordneten Bilder poetische, mystische, witzige Einheiten.

Frank Becker, in: Musenblätter Literatur-Rezensionen vom 13.1.2015, www.musenblaetter.de

GESAMMELTE BESPRECHUNGEN:   

Am Ende der Trauer

Den Anfang von vorn beginnen
und nicht von hinten
allen Halbheiten kündigen
sich absetzen von allen Erbschaften
der Berechenbarkeit der Jahre
und wieder Triebe schlagen
und Wurzeln
im Augenblick höchster Not.
 

© Udo Weinbörner [ aus: „Die heilende Kraft des Trauerns“, Lahn Verlag, Limburg; auch
erschienen in BLitZ, Bonner literarische Zeitung, 1988
]

 

 

 

Lesermeinung: Endlich mal wieder ein tolles Buch, um aus unserer Welt in die Welt eines Amrumer Schiffsjungen katapultiert zu werden. Am Anfang kommt einen der Schriftsteller noch ein wenig verwirrt vor, als ob er ersteinmal selber in seine Geschichte eintauchen muss, aber schon nach 10 Seiten hat er seinen Stil gefunden und man macht sich auf die Reise mit Hark Olufs.
Man schmeckt das Meer, man erlebt die Stürme, man fühlt die Schmerzen die dieser Junge erleiden muß und fiebert mit ihm, man wünscht ihm das Beste von der Welt, aber bevor er das bekommt, muss er leiden und man leidet mit ihm. Man könnte meinen der Schriftsteller ist Hark, der Orient wird mit so vielen Farben und Facetten beschrieben, das man denken könnte, er war dabei.
Ein tolles Buch für die Ferien, aber vorsichtig, es macht süchtig, denn man möchte wissen, was aus Hark und seiner Familie wird, wird er das Glück finden und zu seiner großen Liebe zurück kehren, bleibt er Christ oder wird er sich zu Allah bekennen, überlebt er überhaupt die Strapatzen, kann er sich rächen an seinen Peinigern? Alles das sind Fragen, die einen in die Geschichte einwickeln.
Großes Lob an diesen Schriftsteller !!!

gefunden auf www.amazon.de, verfasst von Herrn Spatz

 

Heimkehrer in Pluderhosen/Der Meckenheimer Autor Udo Weinbörner erzählt die Erlebnisse des Seemanns Hark Olufs in einem Roman:

Amrum, 1724. Hark Olufs ist 15, als er als Schiffsjunge auf der Dreimastbark 'Hoffnung' lossegelt. Erst dreizehn Jahre später wird er auf seine friesische Heimatinsel zurückkehren, nicht nur Mann geworden, sondern ein äußerlich wie seelisch völlig veränderter Mensch, der seiner Umwelt Rätsel aufgibt. "Heute scheint mir, mein Leben wäre anders verlaufen, wenn unser Schiff nur einen Tag später ausgelaufen wäre ...", lässt der Autor Weinbörner Hark Olufs sagen ... Auf knapp 300 Seiten erzählt Weinbörner eine spannende Geschichte, die klingt, als hätte sie ein Drehbuchautor erfunden. Dabei ist alles wirklich geschehen in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts: Olufs, Sohn eines Kaufmanns und Miteigners des Seglers 'Hoffnung', fällt samt 22 Kameraden vor der englischen Küste Piraten und Menschenhändlern in die Hände, wird als Sklave nach Algier gebracht, durchleidet Todesangst und Qualen, kommt aber erstaunlicherweise zu Ruhm und Ehre und kehrt als reicher Mann zurück nach Amrum...

Historische Figuren zum Leben zu erwecken, nicht nur Lebensdaten zu sammeln und herunterzuschreiben, das ist das Element dieses Schriftstellers. Das bewies er zuletzt 2005, als er zum Schillerjahr beim Langen-Müller Verlag einen biografischen Roman über den großen deutschen Dramatiker veröffentlichte. ... Der Buchhändler Jens Quedens, ein Nachfahre jenes Hark Olufs, bezeichnet das Buch in seinem Nachwort als "Verzahnung von Poesie und Faktenwissen". Das mit dem Faktenwissen nahm Weinbörner sehr genau: Zahlreiche Bücher stapeln sich in seinem Arbeitszimmer, Material, das er für die authentische Darstellung des Lebens zu Hark Olufs Zeit brauchte. Bücher über Piraterie und Menschenhandel, Erinnerungen anderer Europäer, die als Sklaven gehalten wurden. Bildmaterial, das Kleidung und Alltag der Orientalen im 18. Jahrhundert zeigt. Nicht zuletzt beschäftigte sich Weinbörner mit Tradition und Lebensgefühl und Geografie von Amrum zu jener Zeit. Er recherchierte an Ort und Stelle. ...

Auf der Insel, das erlebte er hautnah, hat der Name Hark Olufs immer noch Klang: Er ist fast eine Legende, man ehrt das Andenken des Mannes, der dereinst nach vielen Jahren Abwesenheit in Pluderhosen und türkischen Pantoffeln in seine friesische Heimat zurückkehrte. Dort kennt ihn jedes Kind. Zumal der Volksmund im Lauf der Jahrhunderte eine Sage um einen Schatz und seinen angeblich umherspukenden Geist gesponnen hat.... Er habe beim Schreiben des Romans das Gefühl gehabt, Hark Olufs schaue ihm über die Schulter, sagt Udo Weinbörner. Kein unangenehmes Gefühl. Denn dieser Mann müsse wohl aus demselben Holz wie Schiller gewesen sein. "Ein freier Kopf, das hat mich an der Figur gereizt."

Eine Leseempfehlung und Besprechung von Andrea Giesbrecht-Schmitz, im GENERAL ANZEIGER, Bonn, 13. Oktober 2010, Seite 11

 

Orientalische Karriere eines Amrumer Schiffsjungen/Ein Abenteuerroman von Udo Weinbörner - Der General des Bey

Wer heute auf der nordfriesischen Insel Amrum unweit von Sylt seinen Urlaub verbringt, findet auf dem Friedhof der Kirche in einem Dorf namens Nebel eng beschriebene Grabsteine, auf denen die Nachwelt  etwas über die Lebensgeschichten der dort beerdigten Seefahrer lesen kann. Die unglaublich ereignisreiche Geschichte des einheimischen Schiffsjungen Hark Olufs ließe sich allerdings kaum, obwohl auch er in Nebel begraben liegt, auf einem Grabstein verewigen. Dafür brauchte es einen Abenteuerroman, wie ihn Udo Weinbörner schrieb. ....

Meisterlich versteht es der Autor, seine Leser in jene vergangene Zeiten und befremdliche Gewohnheiten, in glücklich und widersprüchliche Gefühle hinein zu ziehen. Ja, er schuf im Grunde sogar einen Roman, der beispielhaft aufzeigt, wie sehr sich einst ein Fremder an ein ihm ungewohnte Kultur anpassen kann, ohne seine eigentliche Identität zu verlieren. Damit entbehrt das Buch nicht einer gewissen Aktualität, obwohl damals der Begriff Bürger mit Migrationshintergrund mit Sicherheit noch gänzlich unbekannt war.

 

Weinbörner gelang ein ungewöhnlich spannendes Buch über einen mutigen Amrumer Schiffsjungen, der die Hoffnung auf die Rückkehr zu seiner heimatlichen Insel nie aufgibt und dem schließlich auch die Heimkehr nach Süddorf auf Amrum glückt. Dort stirbt der historische Hark Olufs in seinem 46. Lebensjahr.

Karl Feldkamp, in der NRhZ - Neue Rheinische Zeitung, Koblenz, 23. März 2011

 

Der General des Bey

Es sind schon viele Geschichten von dem wohl bekanntesten Seefahrer Amrums – Hark Olufs – erzählt worden. Jetzt hat Udo Weinbörner das abenteuerliche Leben des Amrumer Schiffsjungen aufgeschrieben und in einen spannenden Roman verpackt.

Hark Olufs wurde auf dem Sklavenmarkt von Algier verkauft und das Schicksal nahm seinen Lauf. Mit Überlebenswillen, Mut und einer Portion Glück erlebt der Amrumer Unglaubliches und träumt von der Rückkehr nach Amrum. Udo Weinbörner hat die bekannten Jahreszahlen von Hark Olufs in einem Buch zusammengefasst und einen fesselnden Roman entstehen lassen, bei dem der Leser das Gefühl hat, Hand in Hand die Abenteuer von Hark Olufs mit zu erleben. Das Buch liegt auf Amrum bei dem Foto- und Buchhandel Quedens aus. Viel Spaß beim Schmökern in dem alten Amrum von 1724.

Kinka Tadsen, AMRUM NEWS, 13. Juli 2010

 

 

 

  • Leidenschaft fürs Erzählen und seine Helden

Der Meckenheimer Autor beschreibt die Liebe zwischen Georg Büchner und Minna Jaeglé

Chancengleichheit und Menschenrechte gehen jeden etwas an, und dass die ganz vorn im Grundgesetz stehen, verdanken wir Menschen wie Georg Büchner. Thema des Buches ist auch die Persönlichkeitsentwicklung. Man muss den Menschen kennenlernen, um sein Werk zu verstehen. Weinbörner hat seine Begeisterung für den vielseitigen Büchner in einen Roman gepackt.

Auszüge aus: Bonner Rundschau, 1. März 2013

  • Literat und Liebhaber

Über das kurze, nur 23 Jahre währende Leben Büchners hat der Meckenheimer Autor Udo weinbörner einen spannenden Roman geschrieben, der die Hauptperson nicht nur als Literaten, sondern auch als Liebhaber der Pfarrerstochter Minna Jaeglé vorstellt. Der Roman besticht durch historische Detailkenntnisse des vorrevolutionären Deutschland und eine bilderreiche, kraftvolle Sprache.

Hans-Peter Fuß, General Anzeiger 2/3. März 2013, in: Gespräch am Wochenende

  • Leseempfehlung

Als Studiosus der Medizin reist Georg Büchner 1831 nach Straßburg. Im Hexenkessel der Revolutionäre lässt er sich für die soziale Gerechtigkeit ebenso entflammen wie für Minna Jaeglé. Zurück in Deutschland besucht er die Universität Gießen und flicht ein Netzwerk von Aufständischen im Untergrund. Mit seinem Brandbrief gegen die Reichen ("Der Hessischen Landbote") tritt er seine Verfolgung und die seiner Weggefährten los, flüchtet nach Straßburg und letztlich nach Zürich. Er ist zusehends erschüttert von den lebensbedrohenden Konsequenzen der Justiz. "Lenz", "Leonce und Lena" oder "Woyzek" erlangen erst nach seinem Tod Weltruhm. Das Ringen um die Triebkraft der Freiheit erzählt Udo Weinbörner mit großer Empathie, schlüpft überzeugend in Büchners Denkweise und weicht ihm erzählerisch nicht von der Seite. Eine große Verbundenheit mit dem gescheiterten Revolutionär zeichnet Weinbörners bewegendes und bedrückendes Buch aus, das ebenso die aufgeregte Zeit vielschichtig schildert. Mit Originalzitaten, für ausgebaute Bestände.

Renate Schattel, ekz.bibliotheksservice GmbH | Bismarckstraße 3, 72764 Reutlingen, April 2012

  • Leserzuschrift zu "Georg Büchner /Das Herz so rot" vom November 2013
  • >Sehr geehrter Herr Weinbörner,
    >
    >habe gerade Ihr Buch gelesen. Und möchte Ihnen gratulieren, mich aber auch bedanken.
    >Es ist Ihnen gelungen, die wenigen Überreste Büchners mit Fleisch zu überziehen, dem man
    >seine Beseeltheit glaubt. Kompliment. Zumindest das Fernsehen sollte dieses
    >Buch in Szene setzen. Mir ist durch Ihr Buch die Brutalität der Reaktion zur damaligen
    >Zeit erst richtig bewusst geworden. >
    >Danke! Übrigens: Die Epoche der "Reaktion" nach den Befreiungskriegen wird in Ihrem Buch erfahrbar. Gerade die Schilderungen von Verfolgung und Haft sind sehr bedrückend. Sie erhellen eine Zeit, die im Geschichtsunterricht  in einer Zeile abgehandelt wird. Denkbar auch, dass Ihr Buch in Verbindung mit dem Literaturunterricht an Oberstufen gerade dann angebracht wäre, wenn man dort das "Junge Deutschland" behandelt. 

    So, wünsche Ihnen viel Erfolg für dieses Buch und hoffentlich noch andere. 
    Roedig/rheinland 2012

 

 

  • "Sehnsucht ist kein Leben"

Kein Zweifel, das Leben des Johann Friedrich Schiller liest sich wie ein Roman. Und Udo Weinbörner hat aus diesem ungewöhnlichen und faszinierenden Leben einen ebenso spannenden Lebensroman gemacht. Seine Zutaten: Genaue Textkenntnis, erstaunliches Einfühlungsvermögen in biographische und historische Fakten und ein sicheres Gespür für epische und dramatische Präsenz. So erliest man sich das spannende und reiche Leben eines großen Dichters und Denkers mühelos und wie im Flug. Es macht Spaß, wenn ein Roman und eine Biographie "zusammenstoßen"...
Aus: Friedrich Schiller/Literatur Tribüne, München, April 2005

  • Ein Leben wie ein Roman
    - so hat Udo Weinbörner, in der Nähe von Bonn lebender Referent im Justizministerium, Friedrich Schillers Leben- und Werkgeschichte gesehen und beschrieben. Er verfolgt den anfangs mühevollen, dann glanzvollen und letztlich tragischen Weg des Menschen von der Kindheit bis zum frühen Tod 1805 in spannenden und aufschlussreichen Romanszenen. Wir erleben die Begegnungen des Dichters, die außergewöhnliche Freundschaft zu Goethe, seine Lieben und Leidenschaften, seine Enttäuschungen und sein Glück. Ein Leben wie ein Roman eben - von Udo Weinbörner mitreißend geschildert. Den Dichter glauben wir zu kennen, den Menschen Friedrich Schiller bringt uns der Autor auf diese Weise näher. Ein sehr interessanter literarischer Beitrag zum Schiller-Jahr!
    Rhein-Sieg-Rundschau, Nummer 85, vom 13. April 2005, Seite 21
  • Schiller lebt!
    Der großartige Roman von Udo Weinbörner
    "Schiller ist nicht länger der klassische Leichnam aus dem Schulunterricht!" sagt Udo Weinbörner, der 45-jährige Autor des opulenten Romans "Schiller", der im Februar bei Langen-Müller erschienen ist. Schiller lebt! Fünf Jahre lang hat sich Weinbörner der Recherche und der Niederschrift gewidmet. Das Ergebnis, keine Biographie, keine literaturwissenschaftliche Abhandlung, keine Zitatensammlung, sondern ein Roman, der auf 530 Seiten den großen Dichter und Denker in der Tat lebendig werden lässt. "Ich will damit den Menschen zeigen, seinen glanzvollen und letztlich auch tragischen Weg von der Geburt bis zum Tod."
    Schiller, der 1759 in Marbach geboren wurde und im 46. Lebensjahr in Weimar verstarb, hat bereits zu Lebzeiten seinen großen Zeitgenossen Goethe, Freund und zugleich Widersacher, überflügelt. Schillers Stücke waren immense Publikumserfolge. Doch daneben war Schiller ein von Sorgen Getriebener, verstrickt in gloriose und glorios scheiternde Liebschaften, gepeinigt von einer angeschlagenen Gesundheit.
    Weinbörner gelingt es famos, die marmornen und bronzenen Schillerdenkmäler aus unseren Köpfen zu verjagen - und damit Platz zu schaffen für einen Menschen, dessen Leben wir nachvollziehen, miterleben, mitfühlen, miterleiden können. Und damit rückt uns dieser vor 200 Jahren gestorbene Dichterfürst menschlich nahe, bekommt neue Bedeutung für unsere Zeit. Anders als all die anderen neuen Bücher, die anlässlich des Schillerjahres herauskommen, ist Weinbörners Roman genau der Stoff, aus dem die großen, bewegenden Filme gemacht werden.

    Das Blatt, München, Ausgabe 01/17. Januar 2005 Seite 1/2

 

  • Marathon auf Schillers Spuren
    Lesung/Der Meckenheimer Udo Weinbörner schrieb einen biographischen Roman über den großen Dichter. Nach fünf Jahren Arbeit an Fakten und Fiktion stellt er das Buch heute mit einer Lesung vor
    Als Schüler empfand er Friedrich Schiller als "klassischen Leichnam". Als er 20 wurde, schenkte ihm sein Vater Schillers Werke, eine Dünndruckausgabe. Die verstaubte ungelesen im Bücherregal. Doch es fehlte nur ein Funke, um die Leidenschaft für den großen Dichter zu wecken, das weiß Udo Weinbörner heute - das Ergebnis dieser Leidenschaft liegt greifbar vor ihm: ein 530 Seiten starkes Buch, die einzige Roman-Biographie zum Schiller-Jahr und der erste historische Roman des Meckenheimers. (...) Er hat dessen Geschichte aufgeschrieben, vom 13-jahrigen Fritz, der den Drill der Militärpflanzschule des württembergischen Herzogs erlebt, bis zum bitteren Ende des berwunderten Genius Friedrich Schiller. Der Leser durchleidet mit ihm Züchtigungen, Krankheiten, Enttäuschungen, begleitet ihn durch Hochgefühle und Freundschaften bis zum frühen Tod. Am Ende ist er dem einst so fernen Klassiker vielleicht so nah, wie es Udo Weinbörner inzwischen ist. Fünf Jahre, gute 1.800 Tage und Nächte, hat er durch die Arbeit an seinem Buch mit dem Dichter verbracht. (...) Ein Marathon-Wettbewerb führte Udo Weinbörner mit seiner Frau Anne in die Nähe von Weimar. "Überall nur Goethe, Goethe. Schiller fand nicht statt. Das hat mich für ihn eingenommen", erzählt er. Wieder zuhause begann er zu lesen, un "dieses Feuer in der Sprache", aber auch Schillers Freiheitsdrang und Streben nach Selbstverwirklichung zu lieben. Plötzlich konnte er Friedrich Dürrenmatt verstehen, der sagte: Wenn man sich mit Schiller beschäftigt, wird er ganz nah. Und doch, bekennt er, "rutscht einem das Herz in die Hose, wenn man sich ihm nähert."
    Udo Weinbörner wollte es anders machen als jene, die "staubtrocken, wissenschaftlich" über Friedrich Schiller schrieben. "Mich interessierte: Wie hat er wirklich gelebt? Wann hat er Kaffee getrunken, wieviel Wein hat er gesoffen, welchen Frauengeschichten hat der gehabt!" So studierte er zahllose Dokumente und Briefe von Zeitgenossen, vollzog fast jeden Schritt an Originalschauplätzen und auf alten Stadtplänen nach, die er sich von den Lebenstationen Schillers besorgte. Und schrieb und schrieb, wohl wissend, dass man als Autor eines biographischen Romans "ein geschickter Lügner" sein muss, der Fakten mit Fiktion verbindet.
    Die Urfassung des Romans entstand handschriftlich. Bald waren auch Frau und Sohn und Haus daheim in Meckenheim auf Schiller eingestellt, längst bevor das Gedenken zu dessen 200. Todestag in Sicht war. Selbst in Weinbörners Bonner Büroalltag hat der Dramatiker Einzug gehaltn: in Form eines überlebensgroßen Portraits und einiger Original-Handschriften. "Wo ich gehe und stehe, er ist überall", sagt der Autor und schmunzelt.
    Genug von Schiller hatte er beim kürzlichen Erscheinen seines Romans, am Ende dieses echten Kraftaktes, aber immer noch nicht. Mit seiner Frau führt er Studienreisende durch Erfurt, weimar und Jena, in der Hoffnung, dass sie sie spüren, "diese ungeheuere Lebensenergie" eines großen Dichters"!

    Andrea Giesbrecht-Schmitz, General-Anzeiger, Bonn, Donnerstag, 12. Mai 2005

 

  • Ein Klassiker goes Pop
    Schiller auf allen Kanälen. Dabei fragten sich die meisten von uns wohl schon zu Schulzeiten, wozu man Friedrich Schiller eigentlich braucht. Jetzt, zum 200. Todestag am 9. Mai, gibt es eine Antwort. Dem Dichter ging's immerhin um die drei wichtigsten Dinge der Welt - um Freiheit, Schönheit, Wahrheit. Und weil die Sehnsucht danach heute genau so groß ist wie vor 200 Jahren, interessieren sich selbst diejenigen für den Dramatiker, die ihn bislang eher für den Erfinder der Schillerlocken hielten.
    (...) Auch wenn man es seinen Denkmälern, die überall in Deutschland stehen, nicht ansieht: Schiller war ein leidenschaftlicher Mann, der sich von niemandem etwas sagen ließ. Udo Weinbörner hat aus seinem dramatischen Leben gleich einen Roman gemacht. Er erzählt davon, wie Schiller auf einer Militärschule das Gehorchen hassen gelernt hat und mit 23 sein erstes Theaterstück schrieb. Die "Räuber" machten ihn über Nacht zum Star. Bei der Uraufführung im Jahr 1782 ging es zu wie heute bei einem heftigen Rockkonzert: Die Leute tobten vor Begeisterung, einige Fans fielen in Ohnmacht. (...) Der Roman nimmt uns mit auf eine Zeitreise, lädt ein, in der Vergangenheit zu blättern. (...)

    Christa Thelen, in WOMAN, Szene Bücher, 10/2005, Seite 136

 

  • Mensch Schiller
    Schiller der Dichter, Schiller das Genie. So kennen wir Friedrich Schiller als einen Teil des Zweigestirns Goethe-Schiller aus der Schule. Wer Schiller der Mensch war, zeigt Udo Weinbörner jetzt in seinem Schiller-Roman
    Wenn man die Biographie eines Dichters wie Schiller als Roman vorgesetzt bekommt, macht sich erst mal Skepsis breit. Ist es nicht ein etwas gar wagemutiges Unterfangen, das Leben eines Genies in das Genre des historischen Romans herunter zu brechen? Offenbar nicht. Udo Weinbörners Schiller-Roman zeigt, wie man einem Genie unprätentiös und ohne in Banalitäten und Klatschgeschichten abzugleiten, Leben einhauchen kann.
    Gefühl für wichtige Personen und Ereignisse
    Was gleich als erstes und besonders dankenswertes Charakteristikum des Romans über Schillers Leben auffällt, ist, dass er nicht bei Adam und Eva, sprich: bei Schillers Geburt beginnt. Udo Weinbörner beweist somit gleich von Anfang an sein Gespür für wesentliche Lebensabschnitte Schillers. Trotz dem ungeheuren Detailreichtum seiner Schilderungen, hält sich Weinbörner nie beim Unwesentlichen auf. Dass der Autor gleich "in medias res" geht, also ohne Umstände zur Sache kommt, und gar nicht erst den Anspruch erhebt, Schillers Leben von A bis Z nachvollziehen zu wollen, gibt der Biographie ihre Spannung, die sie bis zum Schluss beibehält. Gedanken an konventionelle Biographien, die nach dem immer gleichen Muster X gestrickt sind, kommen so erst gar nicht auf.
    Ein Leben für die Freiheit
    Dank Weinbörners Roman erhalten wir einen farbigen Eindruck vom Lebenslauf Schillers: vom jähen Ende seiner Kindertage durch die Versetzung in die herzogliche "Pflanzschule", wo er Hunger, Müdigkeit, Angst vor Strafen, aber auch die Sehnsucht nach Freiheit und die Bedeutung von Freundschaft kennen lernt. Wir nehmen Anteil am Leben der "Pflänzchen" des Herzogs Carl Eugen, erfahren, wie sie heimlich Lessing und Goethe zirkulieren lassen und wie eines von ihnen, gepackt von der Macht der Literatur, erste dichterische Versuche unternimmt, die schließlich im ersten Drama ihren vorläufigen Höhepunkt finden: "Die Räuber". Weinbörner zeigt im Wechsel von Raffung und intimen Szenen die Weiterentwicklung Schillers. Seine Zeit als Regimentsarzt, seine Lieben, seine Werke, seine Geldnöte und den ständigen Kampf um sein Dasein als Dichter. Die Ursprünge der schillerschen Werke werden erahnbar und die Tragik des Genies wird deutlich, das unter einer schwächlichen Konstitution und immer wiederkehrenden Krankheiten litt, und der nur von seinem "rastlosen Geist" am Leben erhalten wird. Schiller wie er leibt und lebt, möchte man sagen, und beinahe vergessen, dass Weinbörners Buch "nur" ein Roman ist.
    "Schiller. Der Roman" ist ein farbiges und anschauliches Buch über das Leben Schillers. Weinbörner verleiht nackten Daten und Fakten Leben und erweckt Schiller so zu neuem Leben. Gerade auch für diejenigen, die bisher bei der Nennung des Klassikers allenfalls müde gestöhnt haben.

    Sandra Despont, Das NETZMAGAZIN, Nr. 131/Mai 2005, Rubrik "LESEN"

 

  • Mein Lieblingsbuch: "Schiller. Der Roman"
    Schiller schrieb nicht nur über die Freiheit, er war wirklich frei - innerlich unabhängig, ein Rebell. Und ein Genie, das in den letzten Lebensjahren sogar Goethe an Beliebtheit übertraf.
    Das weiß ich, seit ich "Schiller" von Udo Weinbörner gelesen habe. Schiller war ein Mensch aus Fleisch und Blut, beseelt von Leidenschaft, Unabhängigkeitswillen und dichterischem Genie. Er stammt aus einfachen Verhältnissen, durchlebt eine Jugend, die von der allzu strengen Erziehung durch den württembergischen Herzog und von Freundschaften bestimmt wird. Er flieht bei Nacht und Nebel vor der Obrigkeit. Sein Leben ist geprägt von Geldsorgen und schlechter Gesundheit, trotzdem besitzt er eine nahezu ungebändigte Lebenskraft. Er verliebt sich leidenschaftlich in Witwen, Mütter, Töchter, verheiratete Frauen und Schwestern, gleich welchen Gesellschaftsstandes.
    Vom stellungslosen Stückeschreiber schafft er es mit Hilfe von Menschen, die an ihn glauben, zum Geschichtsprofessor in Jena und beliebten Dichter und Autor in Weimar, wo er zuletzt als treuer und fürsorglicher Ehemann und Vater dreier Kinder stirbt.
    Dies ist der einzige Roman über Friedrich Schiller, den es zur Zeit gibt. Geschrieben als historischer Roman, der fesselt, Literaturgeschichte vermittelt, aber ohne trockene Theorien auskommt. Weinbörners Sprache ist authentisch, trotzdem leicht zu lesen und wird konsequent durchgehalten. Ein richtig gutes Buch, nicht nur für den Urlaub und den Weihnachtstisch.

    Vorgestellt von Inge Sporrer, Lizenzabteilung des Langen Müller Verlages, eine Spontanbesprechung in "Das Blatt", München, Ausgabe 12, 23. August 2005, nach der Lektüre des Romans während ihres Sommerurlaubes. Danke!

 

  • Historisch fundiert/Udo Weinbörner las im Plettenberger Heimathaus
    War es der im Schillerjahr wieder erwachte Ruhm des Dichters oder der Bekanntheitsgrad des gebürtigen Plettenbergers Udo Weinbörner in seiner Heimatstadt, der am Donnerstagabend eine große Zahl von Literaturfreunden aller Altersgruppen ins Heimathaus zog, sodass zur verständlichen Freude des Autors jeder verfügbare Platz besetzt war? Es ist müßig darüber zu spekulieren. Jedenfalls kamen die vielen Besucheer der Figur des Dichters als Mensch so nah, wie es im Deutschunterricht nie der Fall gewesen war.
    Autor Weinbörner, in Plettenberg geboren und durch zahlreiche Veröffentlichungen bekannt, zeichnet in seinem Roman ein facettenreiches Bild des Dichters Schiller und ein historisch fundiertes Gesellschaftsportrait der Epoche inspiriert durch einen Besuch in Weimar.

    Lüdenscheider Nachrichten vom 12. November 2005

 

  • Schriftsteller stellt Buch über das Leben Friedrich Schillers in Plettenberg vor
    Bisher kannte man den gebürtigen Plettenberger Udo Weinbörner als Schriftsteller und Autor von Anthologien und Biographien. Doch jetzt hat der 46jährige den Roman seines Lebens geschrieben. Udo Weinbörner setzt im Schillerjahr 2005 den absoluten Höhepunkt. Sein wortgewaltiger Roman ist einfach nur mit "Schiller betitelt. Auf 536 Seiten gelingt es Weinbörner, Friedrich Schiller nicht nur und nicht vor allem als Genie aufzuzeigen, sondern den Menschen gleichsam lebendig werden zu lassen. Der Roman vermag, abseits aller literaturwissenschaftlichen Abhandlung, Schillers Leben, das glanzvoll und tragisch in einem war, nachvollziehbar zu machen. Und was manch einem als schwer zugängliche "Weimarer Klassik" gegolten hat, liest sich hier so unterhaltsam, spannend und aufwühlend, als ware es der Stoff für einen großen aufwändigen Kinofilm.
    Den Dichter Schiller kennt man, der Mensch Schiller ist es, den es zu entdecken gilt. Spannend und mitreißend schildert der Roman sein bewegtes Leben, seine Liebschaften, Freund- und Feindschaften - der etwas andere Blick auf ein Genie. Der Roman "Schiller" ist die derzeit einzige romanhafte Darstellung von Friedrich Schillers Leben, erzählt von seinem glanzvollen und tragischen Weg von der Kindheit bis zum frühen Tod.
    Weinbörner gelingt es, die marmornen und bronzenen Schillerdenkmäler aus den Köpfen der Leser zu verjagen und damit Platz zu schaffen für einen Menschen, dessen Leben man nachvollziehen, mitfühlen, ja sogar miterleben kann...

    Georg Dickopf, im Süderländer Tageblatt am 31. Oktober 2005  

Von Goethes Tafelfreuden

Wer sich an die deutschen Klassiker wagt, braucht nicht nur Selbstbewusstsein. Er muss literarisches Wissen, schriftstellerisches Können und viel Recherche-Fleiß mitbringen. Vor allem, wenn er mit solch "schwerer Kost" ein breiteres Publikum ansprechen möchte. Udo Weinbörner ist dies gelungen. ... Für seine Feststellung "Die Klassiker waren alles andere als staubtrocken und tot" führte Weinbörner durch eine Vielzahl von verarbeiteten Anekdoten und recherchierter Details aus dem Leben unter anderem von Goethe, Schiller, Heine und Büchner, den Beweis.

Erschienen im GENERAL ANZEIGER, Bonn, 26. August 2011